Clara und das Meerschweinchen

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Das Meerschweinchen saß in der Ecke und schaute weg.

Clara hatte ihm schon alles gezeigt: ihr Kuscheltier, ihre Buntstifte, das Foto von der Oma. Das Meerschweinchen hatte sich nicht bewegt.

Sie hatte sanft geklopft. Nichts. Sie hatte seinen Namen gesagt: „Nuss.“ Nichts. Sie hatte ihm Möhre hingehalten. Er war langsam rangetrottet, hatte die Möhre genommen und war wieder in seine Ecke gegangen.

Clara legte sich auf den Bauch vor dem Käfig.

„Du magst mich nicht“, sagte sie.

Nuss schaute an ihr vorbei.

Clara dachte nach. Dann fing sie an zu singen. Einfach so – das Lied das sie immer sang wenn sie Langeweile hatte. Es hatte keinen richtigen Text, nur Töne: „Mmm-hm-hm, mm-hm-hm-hm…“

Nuss hörte auf, an der Käfigwand zu knabbern.

Clara sang weiter.

Das Meerschweinchen drehte sich um.

Sie wagte kaum zu atmen, aber sie sang leiser weiter. Nuss kam einen Schritt näher. Dann noch einen. Er steckte die Schnauze durch die Gitterstäbe.

Clara hörte auf zu singen.

Nuss zog sich sofort zurück.

„Oh“, machte Clara.

Sie sang wieder an. Nuss kam wieder. Diesmal schnupperte er an ihren Fingern.

Sein Fell war weicher als sie gedacht hatte.

Später sagte Clara zu Mama: „Nuss mag Singen.“

Mama schaute in den Käfig, wo Nuss gerade seelenruhig döste. „Wirklich?“

„Nur meins“, sagte Clara.

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