Wolle trabte durch das weiche Gras.
Schnüffel, schnüffel. Die Wiese roch nach Erde und Frühling.
Da lag es.
Etwas Rundes, Rosafarbenes, mit gelben Punkten. Mitten im Gras.
„Mäh?“ Wolle streckte die Nase vor.
Ganz nah. Noch ein bisschen näher.
Dann tippte sie es an – leise, mit einer Pfote.
Und das runde Ding wackelte.
Wolle sprang zurück! Ihre Beine purzelten im Gras.
„Mäh-Mäh-MÄH!“ rief sie und galoppierte zu Mama.
Mama hob den Kopf. „Was ist denn los, mein Kleines?“
„Da! Da liegt ein Ding! Und es wackelt!“
Mama trottete langsam mit. Wolle blieb hinter Mamas Bauch.
„Ach, das.“ Mama stupste das Runde mit der Nase an.
Wackel-wackel-wackel.
„Das ist ein Wackelei“, sagte Mama ruhig. „Es tut nichts.“
Wolle schaute. Das Ei wackelte leise hin und her.
„Willst du mal?“ fragte Mama.
Wolle überlegte. Dann streckte sie ganz langsam die Pfote aus.
Tipp.
Das Ei wackelte zurück.
Wolle wackelte auch.
„Mäh-hä-hä!“ Das war das lustigste Ding auf der ganzen Wiese!
Wolle tippte noch einmal. Und noch einmal.
Das Ei wackelte. Wolle wackelte. Mama schaute zu und kaute Gras.
Später, als die Sonne tiefer stand, legte Wolle sich neben das Ei ins Gras.
Das Ei stand still. Wolle schloss die Augen.
Wackelei und Lämmchen, beide eingeschlafen im weichen Frühlingsgras.
💡 Eltern-Tipp: Ein Plastikei mit ein bisschen Sand oder Reis befüllen – dann kann das Kind das „Wackelei“ selbst ausprobieren.













